Allgemeine Vorbereitungen

20th November 2008

So, hier stehen nun die Vorbereitungen, die wir für unseren ersten Trip rund um Afrika getroffen haben. Ja, manches macht man anders, man hat ja schließlich aus der ersten Reise gelernt. Dennoch, alles in allem ist nach der Reise vor der Reise und so lassen wir das mal hier so stehen, auch für neue Reisepläne.

Es macht wohl wenig Sinn, hier alle Kleinigkeiten aufzulisten, die wir machen mussten (oder meinten, sie machen zu müssen), denn jeder Jeck is anders und insofern hat wohl auch jeder so seine eigenen Dinge zu erledigen. Das hängt unter anderem von der privaten Job- und Wohnsituation ab, und so weiter. So also hier nur die wichtigsten Dinge.

HUNDE

Zunächst mal dazu. Die Hunde sind geimpft, soweit möglich, zusätzlich zu den gängigen Dingen haben wir noch Borreliose impfen lassen. Die Borreliose wird über Zecken übertragen und ist insofern auch in Südeuropa schon eine Gefahr. Desweiteren haben wir eine Tollwut-Titer-Bestimmung machen lassen, die wir allerspätestens für die Wiedereinreise nach Europa benötigen. Der Tierarzt schickt die Blutprobe dafür in ein spezielles Labor, die Bestimmung ist auch nicht ganz günstig. Allerdings ist sie lebenslänglich gültig, sofern man den Hund regelmässig (nachweisslich) gegen Tollwut impft. Lohnt sich also, wenn man viel mit dem Tier unterwegs ist. Auch ein Zeugnis in mehreren Sprachen ausgestellt vom Amtstierarzt schadet nicht. Dies ist allerdings nur eine kurze Zeit gültig, wobei kein Verfallsdatum darauf vermerkt ist und ich davon ausgehe, dass ein offizieller Wisch einfach Eindruck macht… Für die Hunde haben wir außerdem ein wenig Futter auf Vorrat dabei, später werden sie sich dann an die lokalen kulinarischen Köstlichkeiten gewöhnen müssen. Der Tierarzt hat uns eine Reiseapotheke zusammen gestellt, mit Halsbändern, Antibiotika, Cortison, Schmerzmittel und so weiter.

IMPFUNGEN und MEDIKAMENTE

Wir sind nun beide gegen alles mögliche geimpft, wichtig sind meines Erachtens vor allem Hepatitis A und B und Gelbfieber. Ich bin zwar persönlich noch nie und nirgendwo nach meinem Impfpass gefragt worden, allerdings ist Gelbfieber in einigen (nicht wenigen) Ländern Pflicht. Darüber hinaus haben wir noch Tetanus, Meningitis, Tollwut, Typhus, Dyphterie und Polio geimpft. Unsere beiden Krankenkassen (Techniker und Debeka) haben die Kosten komplett übernommen, danke dafür!

Die Medikamente wurden praktischerweise von meinen beiden Eltern zusammengetragen (beides Ärzte), die mir auch Anleitungen zu Anwendung und Dosierung geschrieben haben. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass wir viel davon benötigen werden, aber eine Malaria, ein Beinbruch im Busch, eine gemeine Darminfektion… man weiss nie. Insofern sind wir in dieser Hinsicht optimal ausgerüstet. Außerdem haben wir ein Buch dabei, dass wahrscheinlich die meisten Reisenden kennen, “Wo es keinen Arzt gibt”. Da stehen ach noch jede Menge nützliche Tipps drin.

AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG

Ich habe mit dem ADAC Langzeitauslandskrankenschutz in den letzten Jahren wirklich sehr sehr gute Erfahrungen gemacht und bleibe somit treu. Für Mitglieder kostet eine Jahresversicherung 450 Euro (in meinem Alter). Der ADAC übernimmt alle möglichen Kosten, inklusive Medikamente und fliegt mich im Notfall auch nach Hause. Dort bin ich momentan nur mit einer Anwartschaft bei der Techniker versichert, was bedeutet, dass die TKK mich sofort auch ohne Arbeitgeber wieder aufnimmt, im Fall der Fälle. Diese Anwartschaft kostet 45 Euro monatlich. Spanier ist privat bei der DEBEKA versichert, die leider keine Anwartschaft anbietet. Insofern war es für ihn besser, in der Privaten weiter versichert zu bleiben, da sie auch eine Vollzeit Auslandskrankenversicherung beinhaltet. Das muss also jeder selbst mit seiner Krankenkasse abklären.

BÜROKRATIE

Der Papierkram hat relativ viel Zeit in Anspruch genommen. Mal abgesehen von den üblichen Dingen, wie Daueraufträgen (solche die man auflösen kann und solche, die weiterlaufen müssen) und Versicherungen haben wir ein online Konto angelegt, auf das wir alle wichtigen Dokumente wie Pässe, Impfausweisen von uns allen vieren, Kredikarten etc. hochgeladen haben. Das Konto ist Passwortgeschützt und wird es uns (was hoffentlich nicht nötig sein wird) ermöglichen, im Notfall über irgendeinen Internetanschluss die Unterlagen zu erhalten. Dazu haben wir natürlich jede Menge Kopien von allen Unterlagen gemacht und sogenannte “Fiches”, auf denen Adressen, Geburtsdaten, Passnummern und so stehen. Wir hoffen, dass uns das an den Grenzen Arbeit ersparen wird, denn erfahrungsgemäss muss man immer wieder Formulare ausfüllen, die diese Daten enthalten. So können wir diese Fiches immer einfach abgeben, die dürfen die Grenzbeamten dann behalten… 😉

ORIENTIERUNG

Wir haben die üblichen Reisebücher dabei (Lonely Planet und Reise Know How) sowie alle verfügbaren Strassenkarten des Kontinents. Diese werden nicht sonderlich exakt sein, also haben wir zusätzlich ein GPS-Gerät erstanden, deren Bedienung wohl relativ simpel ist. Die wichtigsten GPS-Daten (Botschaften, nicht markierte Strecken, Missionen, etc.) haben wir uns von anderen Reisenden abgeschaut, die diese ins Netz gestellt haben. Danke, das ist wirklich sehr hilfreich! Sollten wir hierzu etwas ergänzen können, werden wir das tun. Auch Google Earth bietet alle möglichen GPS-Daten an.

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